Eindrücke von meinem April-Besuch in Benin City

Liebe Mitglieder und Unterstützer des Vereins,

im April 2019 bin ich wieder zu einem meiner regelmäßigen Überraschungsbesuche nach Nigeria gereist. Im Gepäck hatte ich Sachspenden (Kleidung, Schuhe, Spielzeug bis 40kg) und Süßigkeiten – 75% für Kinder, 25% für Erwachsene.

Zuerst habe ich die Kinder in der Schule besucht und mich davon überzeugt, dass nach dem  heftigen Sturm und Regen die Schule wieder voll funktionsfähig ist. 14 Klassenzimmer waren aufgrund beschädigter Fenster im Februar von Regen geflutet. Den Reinigungskräften gelang es aber in einem Kraftakt innerhalb eines Tag die Klassenzimmer trockenzulegen. Tische und Stühle sind daher in einem guten Zustand. Die Fenster müssen in Kürze nochmal abgedichtet werden.

Seit dem 15. April hat in unserer Schule ein Büro für die NGO geöffnet. Es hatte zuvor bereits einige Anfragen gegeben, die NGO mit kleinen Summen vor Ort zu unterstützen, jedoch fehlte noch die Präsenz um dies umzusetzen. Ich habe eine Lehrerin ausgewählt, die diese Arbeit für uns leisten wird.

Wir sind stolz, dass wir vom Bildungsministerium als Prüfungscenter für die Region anerkannt wurden. Damit dürfen wir bereits im bevorstehenden Examenszeitraum im Juni 2019 die Prüfungen für die Primary Six und Junior Secondary School gegen Gebühren an unserer Schule abnehmen. So können wir die Einnahmen für die Schule signifikant erhöhen.

In der Lehrerversammlung am 5. April wurde das 2. Semester bewertet und beraten, welche Maßnahmen noch ergriffen werden können, um einzelne Schüler im 3. Semester zu unterstützen.

Immer wieder haben uns Eltern angesprochen, ob wir auch ein Internat betreiben. Nachdem wir uns entschlossen haben, ein Waisenkind aufzunehmen, werden wir im ersten Schritt ein leeres Klassenzimmer als Aufenthaltsraum sowie zwei Schlafräume für Mädchen und Jungen herrichten. Wir sind sehr glücklich, dass die Einrichtung wieder durch ein Projekt der Daimler und Benz Stiftung finanziert wird.

Im Elternbeirat wurde diskutiert, wie die hohen Kosten für den Schulbus (Benzin, Fahrer und Reparaturen) verringert werden können. Wir möchten die Idee bezüglich der Anschaffung von Fahrrädern für die Schüler der Secondary School weiterverfolgen, weil so die gefahrenen Kilometer reduziert werden. Gleichzeitig soll eine Leihstation & Werkstatt für die Fahrräder auf dem Schulgelände entstehen.

Ihr seht, uns gehen die Ideen nicht aus, um die Rhenium School weiter voranzubringen. Die Schüler haben mir noch selbst gemalte Bilder mitgegeben, die wir in unserem Büro und an  Aktionsständen zeigen werden.

Eure Miracle

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